Die Fußball-Bundesliga im Visier

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Der 16-jährige Geraer Julian Hoyer kickt momentan in der B-Junioren-Bundesliga für den Chemnitzer FC, für den er bei elf Einsätzen auf einen Treffer verweisen kann. Foto: Jens Lohse

Der 16-jährige Geraer Julian Hoyer will beim Chemnitzer FC sein Torekonto weiter aufbessern

Gera. Seit 9. Januar steckt der Geraer Julian Hoyer wieder mit den Bundesliga-B-Junioren des Chemnitzer FC im Trainingsbetrieb. Der 16-jährige Angreifer war im letzten Sommer vom FC Rot-Weiß Erfurt nach Westsachsen gewechselt. Zunächst erwischte Julian Hoyer einen Auftakt nach Maß, stand in den ersten sechs Partien in der Startelf. Gleich am zweiten Spieltag traf er beim 2:0-Erfolg beim FC Erzgebirge Aue per Abstauber zum Endstand. Zwei Wochen später steuerte er zum 2:2-Unentschieden beim 1. FC Magdeburg eine Torvorlage bei, als er im Strafraum von den Beinen geholt wurde und so den 1:1-Ausgleich per Elfmeter praktisch vorbereitete. „Das war wie im Traum. Hinzu kamen Siege gehen Carl Zeiss Jena, RB Leipzig und Werder Bremen“, verrät der Zehntklässler vom Chemnitzer Sportgymnasium am Rande des W&H-Cups des JFC Gera in der Panndorfhalle. Dort besuchte Julian Hoyer seine einstigen Mannschaftskameraden vom JFC Gera. Bei Übungsleiterin Ursula Schmidt hatte er bei den G-Junioren seine ersten fußballerischen Schritte getan, wechselte dann bei den D1-Junioren zum FC Carl Zeiss Jena und zwei Jahre später zum FC Rot-Weiß Erfurt. Bei seinem Heimatverein war er Teil eines sehr starken Jahrgangs. Inzwischen spielen mit Paul Kampe, Henry Krause und Pepe Lorenz (alle Jena) und Richard Rühling (Hannover 96) gleich vier seiner einstigen Mitspieler ebenfalls in der U 17-Bundesliga.
Derzeit sind die Chemnitzer Tabellensechster. Ab Oktober stand Julian Hoyer – er ist der Enkel von Schauspieler-Ikone Andreas Schmidt-Schaller – nicht mehr in der Startelf, wurde aber stets eingewechselt und kann auf elf Einsätze in zwölf Partien verweisen. „Zum Schluss ging es für mich persönlich wieder aufwärts. Im Sachsenpokal habe ich beim 4:0-Auswärtssieg bei der Auer Reserve auch wieder ins Schwarze getroffen“, freut sich der Stürmer, der seinen Wechsel nach Chemnitz vor Saisonstart als die richtige Entscheidung ansieht. „Beim Chemnitzer FC werde ich schon im Training mehr gefordert und gefördert. Die Konkurrenz ist groß. Es herrscht ein toller Teamgeist. Auch die Bedingungen sind perfekt. Alles ist fußläufig zu erreichen. In Erfurt musste ich immer erst durch die halbe Stadt mit der Straßenbahn fahren“, sagt der 16-Jährige, der seine Stärken in Sachen Schnelligkeit und Torriecher hat, an seiner Technik und an der Effektivität im Abschluss aber noch arbeiten muss. Beim Chemnitzer FC schwebt man momentan auf einer Erfolgswoge. Schon im Vorjahr hatte die U 17 als Bundesliga-Vierter auf sich aufmerksam gemacht. Nun will Julian Hoyer mit seinem Team dem letzten Jahrgang nacheifern. In Sachsen kommt am CFC-Nachwuchs schon niemand vorbei. Neben Aue (2:0) und RB Leipzig (2:0) wurde auch Dynamo Dresden (3:2) bezwungen. Fortgesetzt wird die Bundesliga-Saison am 18. Februar mit einem Heimspiel gegen Hertha BSC. Dann würde auch Julian Hoyer gern wieder in der Anfangsformation stehen.

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