Große Eberhard-Dietzsch-Ausstellung

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Dr. Hendrik Ziegenbein, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gera-Greiz, und Dr. Matthias Hager, 1. Vorsitzender des Eberhard (Eb)-Dietzsch-Kunstfreunde e.V., begrüßten Heike Dietzsch, die Ehefrau von Eberhard Dietzsch, zur Vernissage. Foto: Sparkasse Gera-Greiz/Uwe Müller

Eberhard (Eb)-Dietzsch-Kunstfreunde e.V. und Sparkasse Gera-Greiz würdigen Werk eines der universellsten Geraer Künstler

„Klar!? – Eb Dietzsch zum 85.“, so heißt die Ausstellung, mit der der Eberhard (Eb)-Dietzsch Kunstfreunde e.V. und die Sparkasse Gera-Greiz den Maler, Grafiker, Cartoonist und Objektgestalter Eberhard Dietzsch (1938 – 2006) würdigen. Am 3. Januar wäre Dietzsch, der als einer der universellsten Geraer Künstler gilt, 85 Jahre geworden.

Zur Vernissage mit über 100 Kunstfreunden begrüßte Dr. Hendrik Ziegenbein, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, auch

Die Matadoren der Ausstellung zum 85. Geburtstag von Eberhard Dietzsch (v.l.n.r.): Dr. Matthias Hager, 1. Vorsitzender des Eberhard (Eb)-Dietzsch Kunstfreunde e.V., Dr. Hendrik Ziegenbein, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gera-Greiz, Martina Schramm, Geschäftsführerin der GWB „Elstertal“ Geraer Wohnungsbaugenossenschaft mbH, und Erhard Lemm, 2. Vorsitzender des Eberhard (Eb)-Dietzsch-Kunstfreunde e.V. Foto: Sparkasse Gera-Greiz/Uwe Müller

Heike Dietzsch, die Ehegattin des Künstlers. 66 Arbeiten vereint die Ausstellung, darunter einige, die noch niemals öffentlich präsentiert worden sind. Die Grüße von Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb überbrachte Kulturamtsleiter Felix Eckerle.

Eberhard Dietzsch verstarb am 3. Januar 2006. Er hinterließ ein umfangreiches künstlerisches Werk. Dazu zählen Hunderte Bilder unterschiedlichster Genres der Malerei, ungezählte Handzeichnungen und Cartoons, dreidimensionale Objekte, Collagen, grafische und gebrauchsgrafische Arbeiten.

Dr. Hendrik Ziegenbein hob das Engagement des vor gut zwei Jahren gegründeten Eberhard (Eb)-Dietzsch-Kunstfreunde e.V. hervor, der sich ehrenamtlich der Pflege dieses umfangreichen künstlerischen Nachlasses widmet. Rund 5.000 Werke konnten bisher erfasst werden, schätzungsweise 3.000 bis 4.000 müssen noch gesichtet und inventarisiert werden.

Auffällig: Eine ganze Reihe der Arbeiten trägt keinen Titel. Wenn man Dietzsch auf die namenlosen Bilder ansprach, habe er mit einem „Klar“ geantwortet, weiß Erhard Lemm, 2. Vorsitzender der Eberhard (Eb)-Dietzsch-Kunstfreunde zu berichten. Die markante Bemerkung hat der Verein aufgegriffen, als es um das Motto der aktuellen Ausstellung ging. Diese ist eine Hommage an den Künstler, vermittelt Einblicke in das vielfältige und facettenreiche Schaffen von Eberhard Dietzsch. Die GWB „Elstertal“ Geraer Wohnungsbaugesellschaft mbH steuerte zur Ausstellung eine Reihe von Dietzsch-Werken aus ihrem Bestand bei.

Nach dem Besuch der Grundschule in Reichenbach erlernte Eberhard Dietzsch den Beruf des Lithographen. Sein Wunsch, sich künstlerisch zu entwickeln, führte ihn zum Studium an die Fachschule für Angewandte Kunst nach Leipzig. 1959 begann er freischaffend in Gera als Maler, Grafiker und Karikaturist. 1964 wurde er Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR, dessen Vorsitzender er später für den Bezirk Gera wurde. 1970 bis 1973 war Eb Dietzsch Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR bei Prof. Klaus Wittkugel.

„In den Jahren ab 1970 entstanden zahlreiche Zeichnungen zu den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Themen und zu Stadtlandschaften. Später, so etwa von 1984 an, wandte Eberhard Dietzsch sich jedoch wieder verstärkt der Malerei zu. Dies belegen Landschafts- und Städtebilder wie auch Porträts bedeutender Komponisten in den 1990-er Jahren. Auch die Kunst am Bau hatte es ihm angetan. So entstanden Mosaike an Hauseingängen in Gera-Lusan und auch das bekannt gewordene Relief an der heutigen Dix-Passage in Gera. Viele Arbeiten aus dieser Zeit zeigte er in eigenen Ausstellungen. Intensiv beteiligte er sich an Kunstausstellungen in vielen europäischen Ländern“, berichtet Dr. Matthias Hager, 1. Vorsitzender des Eberhard (Eb)-Dietzsch-Kunstfreunde e.V.

Dr. Hendrik Ziegenbein erinnert sich an seine persönlichen Begegnungen mit Eberhard Dietzsch und dass dieser ihn als Mensch und als Künstler faszinierte. „Sein Werk lebt. Weil die Bilder, Zeichnungen und Cartoons, die Eberhard Dietzsch geschaffen hat, viele Menschen begleitet haben. Weil der Eberhard (Eb)-Dietzsch-Kunstfreunde e.V. sein Werk pflegt. Weil wir seine Arbeiten in die Öffentlichkeit bringen. Und weil mit dem Eberhard-Dietzsch-Kunstpreis für Malerei einer der deutschlandweit renommiertesten und begehrtesten Preise für Nachwuchskünstler etabliert werden konnte. Was ganz im Geiste von Eberhard Dietzsch ist, dem die Förderung des künstlerischen Nachwuchses sehr am Herzen lag“, betonte der Sparkassen-Chef. Er hob hervor, dass die Förderung von Kunst und Kultur zum öffentlichen Auftrag der Sparkasse gehört – und dass dies mit Ausstellungen, der Förderung von Veranstaltungen und Vereinen in Gera und im Landkreis Greiz erlebbar wird. Die Sparkasse verwandele sich mit der Dietzsch-Ausstellung einmal mehr in eine Galerie – bei freiem Eintritt als Beitrag zur kulturellen Teilhabe der Bevölkerung.

Die Ausstellung ist bis zum 2. März bei freiem Eintritt während der Öffnungszeiten in der Sparkasse, Gera, Schloßstraße 11, zu besichtigen.

Dieser Artikel wurde GERAaktuell als Pressemitteilung zugeschickt. Wir haben diesen Artikel unverändert veröffentlicht.

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