Wismut verliert Spitzenspiel nach 80 Minuten in Unterzahl

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BSG Wismut Gera - SV 09 Arnstadt 2:3. Da witterte Wismut nochmal Morgenluft! Per Elfmeter verkürzt Andy Haupt mit etwas Glück Arnstadts Keeper Valentin Henning in der 82. Minute auf 2:3.

Kontrahent Arnstadt feiert 3:2-Erfolg am Steg und übernimmt die Tabellenführung

Gera. Als Referee Wolfgang Gäbler (Erfurt) das Thüringenliga-Spitzenspiel am Steg abpfiff, jubelten die Gäste. Mit 3:2 hatte der SV 09 Arnstadt bei der BSG Wismut Gera gewonnen und diese damit auf dem Platz an der Sonne abgelöst. Die 133 Zuschauer hatten eine sehr ansehnliche Partie gesehen, in der die Elf von Trainer Martin Hauswald die effektivere war. Wismut hatte nach der frühen roten Karte für Innenverteidiger Dimitri Puhan (12.) mehr als 80 Minuten in Unterzahl agiert, kämpferisch alles gegeben und tolle Moral bewiesen. Gäste-Angreifer Patrick Hädrich bekamen die Orange-Schwarzen nicht in den Griff. Nach einem weiten Einwurf von Vincent Barthel und der Kopfballverlängerung von Philip Kiraly stand der Torjäger goldrichtig und erzielte früh das 0:1 (6.). Wenig später zwang er Dimitri Puhan als letzter Mann zu einer Notbremse, die mit Rot geahndet wurde (12.). Auch beim 0:2 warf Patrick Hädrich seine Schnelligkeit in die Waagschale. Im Nachsetzen ließ er Keeper Maximilian Haupt keine Abwehrchance (28.). Wismut gab sich nicht auf. Noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte hätte Jimmy Wagner per Kopf nach einer Hoffmann-Flanke für den Anschluss sorgen können (45.+1). Der pfeilschnelle Franz Hoffmann wurde auch nach dem Wechsel zur gefährlichsten Geraer Waffe in Sachen Aufholjagd. An der Grundlinie erlief er sich ein Zuspiel von Routinier Markus Güttich. Die scharfe Flanke verwertete Marcel Kießling am kurzen Pfosten per Kopfball-Torpedo zum 1:2 – ein Traumtor (57.). Die Hausherren wollten mehr. Man drängte die Arnstädter in deren Hälfte. Kapitän Stefan Schumann und Max Zerrenner erwiesen sich als Antreiber des Wismut-Spiels. Oft waren die Geraer bei ihren Angriffen nur durch Fouls zu bremsen. Insgesamt sieben gelbe Karten kassierten die Gäste. Ein Schumann-Kopfball strich übers Gebälk (76.). Doch mitten in die Wismut-Drangphase hinein, schlug die Hauswald-Elf wieder eiskalt zu. Ausgangspunkt war erneut ein weiter Einwurf, der wiederum per Kopf weitergeleitet und in zentraler Position von Patrick Hädrich mit seinem 14. Saisontor eingeköpft wurde – 1:3 (78.). Auch von diesem Nackenschlag erholte sich Wismut schnell. Einen strittigen Handelfmeter verwandelte Andy Haupt mit etwas Glück zum 2:3 (82.). Die Geraer versuchten alles. Viele Spieler plagten auf dem tiefen Boden Wadenkrämpfe. Selbst Keeper Torwart Maximilian Haupt stürmte in der Schlussphase mit. Aber es half nichts. Der Ausgleich gelang nicht mehr. Die Kicker von Trainer Frank Müller haben es weiterhin selbst in der Hand, die Hinrunde als Tabellenführer zu beenden. Allerdings stehen noch zwei schwere Auswärtsspiele in Martinroda und Heiligenstadt an.

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