Koska-Sieben enttäuscht in Altenburg auf ganzer Linie

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Handball, Thüringenliga: HSV Ronneburg - HBV Jena 90 23:20. Auch Ronneburgs Andre Stölzner (r.) kann das Ruder in der Schlussphase in Altenburg nicht mehr herumreißen. Foto: Jens Lohse

Zwei Sechs-Tore-Führungen können die Ronneburger nicht behaupten und verlieren mit 31:35

Lange Gesichter bei den Ronneburger Handballern nach dem Abpfiff bei Aufbau Altenburg! Die weiße Weste ist futsch nach der 31:35-Pleite bei den bis dahin sieglosen Skatstädtern.
Zwei Sechs-Tore-Führungen konnte die Koska-Sieben nicht behaupten und offenbarte gerade in der Defensive eklatante Schwächen. „In den zehn Minuten vor der Pause sind uns zu viele Fehler unterlaufen. Nach der Halbzeit haben wir wieder zu unserem Spiel gefunden, ehe beim Stand von 24:19 der Faden völlig gerissen ist. Die Zahl der Fehlwürfe stieg ins Unermessliche. Alle haben sich auf Mirko Alexy verlassen. Man hat gesehen, dass wir noch keine Spitzenmannschaft sind“, meinte HSV-Trainer Stefan Koska nach der schmerzlichen Niederlage, kritisierte aber auch die Referees. Der Altenburger Cheftrainer Christian Hoppe – vor Koska selbst in Ronneburg für die Thüringenliga-Mannschaft verantwortlich – strahlte hingegen bis über beide Ohren. Ronneburg hatte in der kleinen Süd-Ost-Sporthalle – die Zuschauer standen in Dreier- und Vierer-Reihen auf einer langen Spielfeldseite – auch ohne die verletzten Silvio Stölzner und Toni Hempel stark begonnen. Man führte schnell mit 9:4 (11.). und 12:6 (15.), ehe man kurz vor der Pause fast zehn Minuten ohne eigenen Treffer blieb und Altenburg den Sechs-Tore-Rückstand zum 15:15 egalisierte (29.), bevor Karel Kraus, Michael Seime und Mirko Alexy binnen 51 Sekunden doch noch eine 18:15-Halbzeit-Führung herauswarfen.
In der Pause schien Trainer Stefan Koska die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Konzentration blieb zunächst hoch. Beim 23:17 (35.) schien man erneut einen sicheren Hafen anzusteuern, geriet dann aber völlig von der Rolle. Vier Zeitstrafen binnen sechs Minuten, dazu die rote Karte für Christopher Eisenstein leiteten den Anfang vom Ende ein. Niemand behielt den Kopf oben. Auch 13 Alexy-Tore reichten nicht. Überhastete Abschlüsse spielten den sich in einen Rausch spielenden Altenburgern in die Karten. Die schlechte Deckungsarbeit verbunden mit einer schwachen Torhüter-Leistung sowie die unbefriedigende Wurf-Quote trugen zu einer Abwärtsspirale bei, die in der 31:35-Niederlage mündete. Die nächsten Aufgaben werden für die Ronneburger nicht leichter. Suhl/Goldlauter (26.11/A), Goldbach/Hochheim (03.12./H) und Werratal (10.12./A) dürften der Koska-Sieben, die in den nächsten drei Wochen etwas gutzumachen hat, alles abverlangen.

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