Wismut erst ohne Glück und dann auch noch mit Pech

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BSG Wismut Gera - FSV Wacker 90 Nordhausen 0:5. Wismut-Angreifer Andy Haupt (l.) kann Wacker-Torwart Lucas Treiber nicht überwinden. Mit 0:5 unterliegen die Geraer im Stadion der Freundschaft. Foto: Jens Lohse

Geraer kassieren schmerzliche 0:5-Pleite gegen Wacker Nordhausen

Gera. Zwischen der Thüringenliga-Spitze und der NOFV-Oberliga liegt doch noch ein hartes Stück Arbeit. Diese Erkennntnis wurde der BSG Wismut Gera am Sonnabend Nachmittag knallhart vor Augen geführt. Mit 0:5 (0:2) unterlagen die Orange-Schwarzen im Stadion der Freundschaft vor 470 Zuschauer dem in der Oberliga im Abstiegskampf steckenden FSV Wacker 90 Nordhausen. Dabei waren die Geraer keinesfalls fünf Tore schlechter. Aber in der torgefährlichen Zone und vor allem in Sachen Abschluss erteilten die Südharzer den Hausherren eine bittere Lektion. „Nordhausen hat verdient, wenn auch deutlich zu hoch gewonnen. Wir haben heute irgendwie nicht zu unserem Spiel gefunden. Irgendetwas hat uns blockiert. Der Schnee auf dem Platz kam uns sicherlich nicht entgegen“, urteilte Wismut-Trainer Frank Müller etwas enttäuscht nach dem Abpfiff. Die Geraer hätten durch den durchgebrochenen Marcel Kießling in Führung gehen können, der aber an Wacker-Ersatztorwart Lucas Treiber scheiterte. Auf der anderen Seite schlugen die diesmal von Philipp Seeland betreiten Nordhäuser eiskalt zu. Toll herausgespielt das 0:1 durch Lennart Liese (25.), dem wenig später das zweite FSV-Tor durch einen sehenswerten Fernschuss von Felix Schwerdt folgte (29.). Beide Torschützen waren auch die auffälligsten Spieler der Gäste. Bei Wismut-Eckbällen brannte es mehrfach lichterloh vor dem Kasten des Oberligisten. Kurz vor der Pause hatte Christopher Lehmann den Anschluss vor Augen, schoss aber in vielversprechender Position einen Mitspieler an.

Nach Wiederbeginn war Wacker zunächst dem dritten Tor näher, als Wismut dem Anschluss. Zweimal fand der unermüdlich rackernde Lachlan Will seinen Meister in Geras Torwart Maximilian Paul. Die Hausherren gaben sich nicht auf. Marcel Kießling und Andy Haupt hatten nicht das richtige Zielwasser getrunken. Als der Ex-Geraer Martin Salin für Lennart Liese auflegte, war mit dem 0:3 die Entscheidung gefallen. Martin Salin per Abstauber (75.) und Lachlan Will (89.) schraubten das Ergebnis noch auf 0:5 in die Höhe. Pech hatte hingegen nochmals Marcel Kießling, dessen Kopfball von der Lattenunterkante ins Feld zurückprallte (85.). Für Wismut heißt es nun, die Niederlage schnell zu verdauen. Am nächsten Sonnabend empfängt die Müller-Elf Verfolger SV Arnstadt 09 zum Spitzenspiel der Thüringenliga. Die Arnstädter kamen heute zu Hause um Punkte gegen den FSV Schleiz über ein 2:2 nicht hinaus.

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