Sportlicher Festumzug in Pölzig

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Festumzug des TSV 1861 Pölzig. Die Sport-Mädels der Gymnastik-Gruppe des TSV 1861 Pölzig um Trainerin Sindy Knorre Puls geben während des Festumzugs gleich mehrfach Kostproben ihres tänzerischen Könnens ab. Foto: Jens Lohse

Der TSV 1861 feiert sein 160+1-jähriges Bestehen. Alle Abteilungen ziehen durch den Ort

Pölzig. Die organisatorischen Mühen hatten sich gelohnt. Beim Festumzug aus Anlass des Jubiläums „160 + 1 Jahre TSV 1861 Pölzig“ stimmte alles. Gut 150 Sportler der verschiedenen Abteilungen durchquerten bei trotz des Spätherbstes strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen den Ort.

Angeführt vom Spielmannszug aus Wintersdorf folgten die Mitglieder der Abteilungen Gymnastik, Kinder-Sport, Tanzen, Volleyball und Fußball. Zahlreiche interessierte Zuschauer verfolgten den Umzug. Bunt geschmückt präsentierten sich die Häuser und Gärten der Anwohner auf der Wegstrecke des Umzugs. Luftballons, Wimpel, Fähnchen, Girlanden – fleißige Hände hatten im Vorfeld einiges bewegt.

Während die Sport-Mädels der Gymnastik-Gruppe um Trainerin Sindy Knorre Puls unterwegs gleich mehrfach Kostproben ihres tänzerischen Könnens abgaben, stellten zum Abschluss Volleyballer und Nachwuchs-Fußballer auf dem Platz vor dem Sportplatz ihr Talent unter Beweis. Die Fußball-Männer – in einer Spielgemeinschaft mit dem Heuckewalder SV in der Kreisliga aktiv – hatten schon am Vortag abgeliefert und ihr Auswärtspunktspiel beim BSV Paitzdorf souverän mit 5:1 für sich entschieden. Nach dem frühen Rückstand hatten Tom Teußner (2), Jakob Kästner, Nico Giebel und Max Stiller mit ihren Toren für die Wende gesorgt. In der Tabelle fanden die Pölziger so Anschluss ans Mittelfeld. Viel Wert legt man beim TSV derzeit auf den Fußball-Nachwuchs. Neben einer Bambini-Mannschaft verfügt man auch über E-, D-, B- und A-Junioren im Wettkampfbetrieb. Hinzu kommen die 1. und 2. Männer-Mannschaft sowie die Alten Herren.

Hinter dem Schild „Pölziger Sportlegenden“ waren viele einstige Leichtathleten und Turner der BSG Wismut Pölzig unterwegs. Im Vorfeld hatten alls nochmals ihre bei Kinder- und Jugend-Spartakiaden in der DDR errungenen Medaillen gezählt. Auf 63 Mal Edelmetall am blauen Band brachte es Sprinter Dan Pfeifer, der immerhin auf eine 100 Meter-Bestzeit von 11,3 Sekunden verweisen konnte. Mike Cerny stand ihm mit 61 Plaketten kaum nach. Ellen Höfer hatte einst im weiblichen Bereich auf den Sprintstrecken aufgetrumpft. Auch die Turner waren Aushängeschilder des Vereins. Allen voran Uwe Weiermüller, der in die Fußstapfen seines Vaters und Sportlehrers Johann Weiermüller getreten war. Insgesamt sieben DDR-Meistertitel hatte Uwe erkämpft, den letzten 1978. Auch solche Geschichten brachte der Festumzug ans Tageslicht.

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