Rutheneum feiert Heinrich Posthumus Reuß

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Kunstlehrer Frank Lohse eröffnet die Ausstellung. Foto: W. Hesse

Zum 450. Geburtstag widmet die Schule eine Ausstellung und ein Wandelkonzert dem Landesherrn aus dem 17. Jahrhundert.

Im Jahre 1608 stiftete Heinrich Posthumus Reuß eine Schule für die Bürger der Stadt Gera, damit Bildung und Lehre in Gera einziehe. Das heutige Gymnasium orientiert sich an dieser historischen Tradition. Nach der Wiederherstellung des alten Regierungsgebäudes und dem Campusneubau hat das Rutheneum mehr Bedeutung für die Stadt wiedererlangt. Am 10. Juni hätte der Schulgründer und damalige Reußische Landesherr seinen 450. Geburtstag feiern können. Grund genug ihn zusammen mit Heinrich Schütz in einem Doppeljubiläum in Gera zu ehren.

Auch am Rutheneum plante man schon länger, das Jubiläum gebührend zu begehen. In den Kunstklassen erhielten die Schülerinnen und Schüler Anregungen, das Thema Posthumus künstlerisch zu gestalten. Es entstanden hierbei Arbeiten aus allen Bereichen der grafischen Gestaltung, Zeichnungen, Collagen, Skulpturen, Briefe und mehr.

Cordula Gierke, Heike Wallstabe und Frank Lohse sind am Rutheneum für den Kunstunterricht zuständig und haben eine Auswahl für eine Ausstellung getroffen, die auf den Fluren der Etagen des neuen Campus zu sehen ist. Alle Klassenstufen waren vertreten und es entstanden über einhundert Arbeiten, die nicht alle gezeigt werden können, berichtet Cordula Gierke. Obwohl das Thema schon länger bekannt war, wären die letzten sieben Wochen nach den Sommerferien die intensivste Zeit gewesen, die die über 600 Schülerinnen und Schüler am Rutheneum investierten.

 

Während der Eröffnung und der Konzerte des Mädchenchores und des Konzertchores der Musikspezialklassen am Gymnasium verlasen Schülerinnen und Schüler selbst verfasste Texte zu Ehren des Schulgründers. Musik von Heinrich Schütz und Zeitgenossen erklang. Darunter auch die Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz, die zur Trauerfeier von Heinrich Posthumus uraufgeführt wurden. Hierbei vertonte Schütz die Sarginschriften seines Landesherrn, die dieser vor seinem Tod bereits aussuchte und noch heute den Prunksarkophag schmücken.

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