Christoph Schwabe öffnet am 12. Juni seinen Kunstgarten

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Für Christoph Schwabe ist seine Gartenwelt Beschäftigung und Freude zugleich. Foto: Wolfgang Hesse

In diesem Jahr findet der Tag der Offenen Gärten wieder planmäßig im Juni statt. In den beiden Pandemiejahren gelang es dem Buga-Förderverein, trotz Absage von offizieller Stelle, wenigstens einige private Gärten den Besuchern zugänglich zu machen. Diesmal freut sich der Verein, gleich 17 grüne Oasen zu präsentieren. Das Interesse der Gartenbesitzer ist groß, ihre kleinen Gartenwelten mit den Gästen zu teilen.

 

Noch vor der Bundesgartenschau Gera-Ronneburg 2007 konnte damit der Buga-Förderverein eine Tradition in Gera etablieren.

Der Blick in fremde Gärten, mit Gleichgesinnten plaudern, sich neue Inspirationen für das grüne Zuhause holen, dazu lädt der Tag der Offenen Gärten ein. „Wir möchten dazu anregen, mit den Gartenbesitzern ins Gespräch zu kommen“, erklärt Roberto Tamaske, zweiter Vorsitzender des Vereins.

Besonders gespannt ist Christoph Schwabe, denn er öffnet das erste Mal seinen Garten für die Besucher. „Ich betreue meine 1700 Quadratmeter selbst und es tut mir gut“, sagt der 87-Jährige. „Meinen Garten zeige ich gern Besuchern und daher freue ich mich auf viele Interessierte am 12. Juni.“ Schon lange suchte Schwabe nach Kontakten zu einem Verein, um seine Gartenleidenschaft zu teilen. Im Buga-Förderverein hat er Gleichgesinnte gefunden.

Viele Jahre verbrachte Christoph Schwabe in großen Städten, wie Leipzig oder Dresden. Vor 45 Jahren zog es ihn auf das Land und er übernahm in Vollmershain einen alten Vierseitenhof, den er sukzessive wieder aufbaute. Liebe zur Natur, zur Schönheit und zur Musik bestimmen sein ganzes Leben. Noch heute ist der Psychologe aktiv an der Ausbildung von Musiktherapeuten beteiligt. Im Schloss Posterstein hat seine Schule eine Bleibestätte gefunden.

Für ihn ist das Dorf ein friedlicher Ort, auch wenn er immer der Zugezogene bleibt. Die Leute helfen und mögen ihn und er kann mit seiner Kunst viel Schönes dem Dorf zurückgeben.

Beim Betreten eröffnet sich dem Besucher eine Wiese im Park. An vielen Stellen kann man Plastiken und kleine Sitzecken entdecken. Rechts steht ein Pavillon mit Gemälden zur geistlichen Chormusik von Heinrich Schütz. Auf die Besucher warten mehrere Gartenbereiche, die Schwabe jedoch als Ganzes sieht. Eine blühende Oase, herum um einen alten Baum, eröffnet sich dem Besucher im oberen Bereich,. Auf dem kleinen Teich schwimmen erste blühende Wasserrosen. Der kleine Park ist umrandet von Büschen, Steingewächsen und einem Steingarten. Die befestigten Wege, Treppen und die Mauern hat er selbst geschaffen. Zum Tag der offenen Gärten zeigt er, bei hoffentlich trockenem Wetter, einige seiner Ölgemälde im Gartenbereich. So verbindet sich gemalte Natur mit Flora und Fauna. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

 

12. Juni 2022 von 10 bis 17 Uhr in Gera und Umgebung. Karten zu 3 Euro und die Übersicht aller teilnehmenden Gärten gibt es in den Eingangsgärten:

Haus Schulenburg, Str. des Friedens 120, 07548 Gera

Botanischer Garten, Nicolaistraße 24, 07545 Gera

Familie Kutschbach, Collis 2, 07554 Gera

Familie Ingo Tröger, Pölziger Str. 78, 06712 Heuckewalde

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